Die Mehrzahl der
Mitglieder hat ein kirchenmusikalisches, musikwissenschaftliches oder theologisches
Studium absolviert und besitzt fundierte
Kenntnisse der gregorianischen Semiologie (Zeichenlehre) nach der
Schule von Eugène Cardine. So hat sich die Schola Cantorum Saliensis
insbesondere eine historisch angemessene Interpretation des
Gregorianischen Chorals zum Ziel gesetzt.
Da der Dom zu Speyer eine Marienkirche ist (Patronatsfest am 15.
August zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, "Mariä
Himmelfahrt"), bilden mittelalterliche marianische Vokalwerke
auch außerhalb der Gregorianik für die Schola Cantorum Saliensis
einen weiteren Schwerpunkt: Von den Gesängen der
Hildegard
von Bingen (1098-1179) über die
Ecole de Notre Dame
(Paris, ab 12. Jh.) und den
Cantigas
de Santa María (Spanien, 13. Jh.) bis zum
Cantus planus
(bis 18. Jh.!) spannt sich ein weiter Bogen dieser Musik. Um typische
Charakteristika dieser Musik - z.B. Wechselgesang und frühe
Mehrstimmigkeit - zu unterstreichen, arbeitet die Schola Cantorum
Saliensis zu speziellen Anlässen mit der Frauenschola
Musica
InSpira
zusammen.
Manche Vokalstücke, vor allem aus der Zeit nach der Gregorianik, lassen sich sehr
gut mit Bordun-Tönen begleiten. Zu diesem Zweck setzt die Schola
Cantorum Saliensis seit 2005 zu besonderen Anlässen eine von
Helmut Seibert
gebaute
Drehleier ein. (
Details
zum Instrument)
Die Schola Cantorum Saliensis singt hauptsächlich im Dom zu Speyer,
gelegentlich auch einmal auswärts.
Haben
Sie Interesse, in der Schola Cantorum Saliensis mitzuwirken?
Qualifizierte sängerische Verstärkung ist höchst willkommen.
28.08.2010